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Viele Neuerungen - kein Fortschritt
Ich habe FAZ+ (Premium) seit vielen Jahren abonniert. Die FAZ gehört für mich immer noch zu den am besten recherchierten Medien in Deutschland . Leider schlägt sich das in Aufmachung der F.A.Z. App nicht nieder Für Menschen wie mich, die lieber LESEN als langatmige Podcast (z. B. 5-10 Minuten Inhalt, 20-25 Minuten Gelaber) hören und belanglose Agenturvideos sehen möchten, bietet die App immer weniger Vorteile. Die neue Rubrik „besser leben“ überdeckt maue Inhalte mit Bildern, das frisst unnötig Bandbreite und Datenvolumen. Trotz Werbefreiheit beinhalten die Podcast und Videos Werbung, sehr ärgerlich. Die Rätsel sind nett, wenn man Glück hat, werden sie sogar auf Anhieb geladen, sonst muss man die App erst schließen, damit sie richtig funktioniert. Kreuzworträtsel und Quadratortur kommen häufig verspätet, ohne funktionierende Lösungshilfe. Am schlimmsten ist jedoch der so genannte Kaufkompass. Hier wird verdeckte Produktwerbung betrieben, Tests erfolgen nach komplett in transparenten Kriterien. Hier wird der gute Ruf der FAZ genutzt und beschädigt.
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Sehr gute Information und Hintergrundrecherche konkurrieren mit Betroffenheitslyrik und Egozentrik
Es war einmal eine sehr seriöse und alle Qualitätsansprüche erfüllende Tageszeitung. Zumal sie in ihren unterschiedlichen „Büchern“ bei allen verbindenden Grundwerten auch einen internen Meinungspluralismus wiedergab, der die Lektüre von Politik, Feuilleton und Wirtschaft zusätzlich lohnte.
Nun bietet der Online-Auftritt sehr viel mehr Platz als die gedruckte Ausgabe früher je hätte vergeben können. Belegt wird dieser Platz aber überwiegend mit Berichten über oder von Betroffenen vieler individueller Lebenssituationen von den narzistischen Eltern bis hin zum Sexratgeber in unterschiedlichen Lebensaltern. Das bringt einen Erkenntnisgewinn wie für einen Gaffer eines Unfalls auf der Autobahn, eine kurzfristige Erregung nicht ausgeschlossen. Ein in Lebenstilfragen eher bürgerlich-liberales Medium wird bei Weingenuss zum Kampagnenmedium gegen jedweden Alkoholgenuss. Die Autoren dieses und weiterer Stücke über gesundheitsfördernden Rigorismus gepaart mit Versprechungen über zusätzliche 10 Lebensjahre erweitern das Spektrum typischer Themen von Frauenzeitschriften um die Themen, die früher sich in der Apotheken-Umschau am besten aufgehoben wussten. Die Tatsache, dass wir alle sterben müssen, scheint nicht akzeptabel zu sein.
Unter dem Strich bleibt die Tatsache, dass man als Abonnent sich durch immer mehr irrelevanten Mist scrollen muss, um den immer noch vorhandenen Mehrwert seriöser Information und relevanter Einordnung heben zu können. Statt eine Möglichkeit zu schaffen, den ungewollten Anteil schlicht abwählen zu können gibt es jetzt das Angebot, wirklich relevante Beiträge als Premiumabonnent zusätzlich bezahlen zu dürfen. Die FAZ ist weiterhin ein Orientierungsmedium, dass sich jedoch zunehmend verzettelt und fatalerweise in Stil und Inhalten zunehmend an den (un-)sozialen Medien orientiert. Weniger wäre mehr.
Nun bietet der Online-Auftritt sehr viel mehr Platz als die gedruckte Ausgabe früher je hätte vergeben können. Belegt wird dieser Platz aber überwiegend mit Berichten über oder von Betroffenen vieler individueller Lebenssituationen von den narzistischen Eltern bis hin zum Sexratgeber in unterschiedlichen Lebensaltern. Das bringt einen Erkenntnisgewinn wie für einen Gaffer eines Unfalls auf der Autobahn, eine kurzfristige Erregung nicht ausgeschlossen. Ein in Lebenstilfragen eher bürgerlich-liberales Medium wird bei Weingenuss zum Kampagnenmedium gegen jedweden Alkoholgenuss. Die Autoren dieses und weiterer Stücke über gesundheitsfördernden Rigorismus gepaart mit Versprechungen über zusätzliche 10 Lebensjahre erweitern das Spektrum typischer Themen von Frauenzeitschriften um die Themen, die früher sich in der Apotheken-Umschau am besten aufgehoben wussten. Die Tatsache, dass wir alle sterben müssen, scheint nicht akzeptabel zu sein.
Unter dem Strich bleibt die Tatsache, dass man als Abonnent sich durch immer mehr irrelevanten Mist scrollen muss, um den immer noch vorhandenen Mehrwert seriöser Information und relevanter Einordnung heben zu können. Statt eine Möglichkeit zu schaffen, den ungewollten Anteil schlicht abwählen zu können gibt es jetzt das Angebot, wirklich relevante Beiträge als Premiumabonnent zusätzlich bezahlen zu dürfen. Die FAZ ist weiterhin ein Orientierungsmedium, dass sich jedoch zunehmend verzettelt und fatalerweise in Stil und Inhalten zunehmend an den (un-)sozialen Medien orientiert. Weniger wäre mehr.
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Ausgewogenheit
Die FAZ war und ist aufgrund der ausgewählten Redakteure weiterhin ein ausgewogenes Medium, wenngleich Zeitgeist und gewollte oder ungewollte gesellschaftliche Entwicklungen auch hier an Bedeutung gewinnen. Individualisierung und Schwindender Gemeinschaftssinn bestimmen mehr und mehr die Gedruckten Zeilen. Politische und gesellschaftliche Werte, die eine friedliche und Wohlstand sichernde Entwicklung in den letzten siebzig Jahren gewährleisteten treten in den Hintergrund, wären es aber durchaus Wert an sich stärker thematisiert zu werden. Dazu gehören Familie, Respekt vor Alter und Wirken, Eingestehen für eigenes Wirken, aber auch für Andere.
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Premium = Unverschämtheit
Ich zahle bereits gerne seit Jahren für den in dieser App gebotenen immer noch sehr guten Journalismus und nutze sie daher mehrmals täglich. Auch die Qualität der App an sich ist mittlerweile wirklich gut, auch, wenn ich seit jeher hinnehmen musste, dass es neben meiner Abo-Zahlung auch noch ein extra Paket benötigt, wenn ich Artikel werbefrei lesen möchte (allein schon, um das störende Ruckeln des Textes beim Nachladen solcher zu verhindern).
Es wäre jedoch schön, wenn über 1,5 Jahre nach der Liquid Glass Designsprache in iOS die FAZ-App sowie das dazugehörige Widget bald mal entsprechend angepasst und insbesondere letzteres in der Lage wäre, auch wenn die App-Icons usw. auf dem Homescreen auf „Transparent“ (also glasig) gestellt sind, Bilder darzustellen. Bisher sind dort bloß weiße Quadrate, was andere App-Anbieter (Apple selbst, Spotify usw.) deutlich besser lösen.
Es wäre jedoch schön, wenn über 1,5 Jahre nach der Liquid Glass Designsprache in iOS die FAZ-App sowie das dazugehörige Widget bald mal entsprechend angepasst und insbesondere letzteres in der Lage wäre, auch wenn die App-Icons usw. auf dem Homescreen auf „Transparent“ (also glasig) gestellt sind, Bilder darzustellen. Bisher sind dort bloß weiße Quadrate, was andere App-Anbieter (Apple selbst, Spotify usw.) deutlich besser lösen.
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